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Total-Boss: Mehr wird’s nicht |
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Ölkrise
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Dienstag, 17. Februar 2009 um 08:44 Uhr |
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Christoph de Margerie, Hauptgeschäftsführer des französischen Ölmultis Total, ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bereits Ende 2007 prophezeite er, die Ölindustrie könne froh sein, wenn sie bis 2030 eine Gesamtfördermenge 100 Millionen Barrel am Tag Rohöl erreiche. Wie die Financial Times jetzt meldete, hat er seine Einschätzung noch einmal drastisch nach unten korrigiert: Mehr als 89 Mio. Barrel am Tag (zum Vergleich: die bisher höchste Fördermenge waren knapp 87 Mio. Barrel/Tag im Juli 2008) sei nicht mehr zu erreichen, denn durch die niedrigen Ölpreise sei die Ausbeutung vieler Vorkommen, die man letztes Jahr, als das Öl bei fast 150 Dollar pro Barrel stand, in Angriff nehmen wollte, nicht mehr wirtschaftlich. Dies gelte etwa für die Ölsand- und Schwerölgewinnung in Kanada bzw. Venezuela, an der Total beteiligt ist. Gleichzeitig erwartet Margerie einen schnelleren Förderrückgang der alten Felder etwa in der Nordsee, der in ein paar Jahren, wenn die Ausbeutung der teuren Förderstätten durch höhere Ölpreise wieder wirtschaftlich wird, nicht mehr auszugleichen ist. Die aktuelle, krisenbedingte Erdölschwemme mit ihren extrem niedrigen Preisen könne daher nur vorübergehender Natur sein. |
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Immer Ärger mit dem Agrosprit |
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Energie allgemein
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Montag, 02. Februar 2009 um 21:17 Uhr |
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WELT: Biokraftstoff verbraucht mehr Energie als er liefert SPON: „Der Waldboden blutet aus“ SPON: Blut im Tank taz: „Biosprit ist besser als sein Ruf“ |
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Peak-Oil-Vortrag von Paul Nellen in Tübingen |
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Ölschock-Blog
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Donnerstag, 22. Januar 2009 um 17:23 Uhr |
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Paul Nellen ist mehr oder weniger der einzige deutsche Journalist, der sich bis heute intensiver mit dem Thema Peak Oil beschäftigt hat. In seinen Radiofeatures Spurwechsel – Vor dem Übergang in die Nach-Erdölzeit (DLF 2006) und Out of Oil (WDR 2007) hat er die Stimmen führender – deutscher wie internationaler – Vertreter der Peak-Oil-Community einem größerem Publikum vorgestellt und sich intensiv mit den Lösungsansätzen beschäftigt, die in einzelnen US-Gemeinden vor Ort verfolgt werden. Am 21. Januar 2009 hat Paul Nellen im Rahmen des Studium Generale „Peak Oil: Wege in die postfossile Gesellschaft“ an der Uni Tübingen unter dem Titel „Übertragbarkeit amerikanischer und britischer Strategien auf deutsche Verhältnisse“ den folgenden Vortrag gehalten: Meine sehr verehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Prof. Kinder, lieber Herr Dr. Haus! Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich meinen Vortrag für Sie, wie es sich für einen Journalisten gehört, so aktuell wie möglich beginnen und zugleich mit dem genius loci der Stadt Tübingen verbinden könnte, in der ich selbst vor 40 Jahren mein Politik- und Philosophiestudium begann. Am Tage eins nach der Inauguration von Barack Obama als Präsident der USA kann hier eigentlich nur ein Begriff als Schlüsselwort meines Vortrages dienen. Das Wort ist für mich am meisten sowohl mit meinem Thema als auch mit Tübingen und – angesichts der aktuellen Weltsituation – mit der durch Obama verkörperten Aufbruchstimmung in den USA verbunden. Ich meine natürlich das beflügelnde Wort „Hoffnung“ oder, wie es jetzt ausgesprochen wird: „Hope“, dem der Philosoph Ernst Bloch, der hier in Tübingen lebte und lehrte – einer meiner Lehrer damals – den größten Teil seines Denkens und Schreibens widmete. So, wie wir gestern Barack Obama vor dem Weißen Haus und die vielen Hunderttausend jubelnden Menschen gesehen haben, glaube ich, mit einer Anrufung an die Hoffnung auch mein eigenes Thema inaugurieren zu dürfen. Ich möchte Sie mitnehmen auf eine Reise in die USA und nach Großbritannien, von wo, wie ich finde, wegweisende und optimistisch stimmende Impulse herüberkommen, die sich hierzulande einem weit verbreiteten Katastrophismus und einer merkwürdigen Apathie gegenüber dem Peak-Oil-Problem entgegensetzen lassen. Und wir wollen fragen, ob diese Impulse auch in unserem Land aufzugreifen sind und warum dies eigentlich kaum geschieht. |
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Der Abstieg von der Leiter |
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John Michael Greer
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Donnerstag, 12. Februar 2009 um 18:12 Uhr |
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Mein letztwöchiger Beitrag im Archdruid Report warf die Frage auf, ob zukünftige Gesellschaften in der Lage sein könnten, einen relativ hohen technologischen Stand aufrecht zu erhalten, ohne in dieselbe Falle zu laufen wie unsere heutige Industriegesellschaft und sich dabei auf den verschwenderischen Gebrauch nichterneuerbarer Ressourcen zu stützen. Den Traum, eine Zivilisation solcher Art aufzubauen – eine „Ökotechnik-Gesellschaft“, um den vor mir im besagten Beitrag verwendeten Begriff zu verwenden –, hegen schon seit Jahren viele, die sich in alternativen Kreisen bewegen, und dies nicht ohne Grund. |
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Interview mit John Michael Greer |
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John Michael Greer
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Freitag, 23. Januar 2009 um 14:15 Uhr |
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Für Leser mit ausreichenden Englischkenntnissen dürfte ein Interview von Interesse sein, dass die unermüdlichen Yuba Gals von Peak Moments Television am Rande der in San Francisco abgehaltenen ASPO-USA 2008 Conference im September letzten Jahres mit John Michael Greer geführt haben. John fasst bestens gelaunt seine Hauptthesen zusammen und spricht mit der Interviewpartnerin Janaia Donaldson über sein Buch The Long Descent, leider in der Mitte des Interviews mit ziemlich schlechter Tonqualität. Das Interview gibt's entweder bei Youtube oder hier unten: |
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Ölschock-Blog
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Sonntag, 18. Januar 2009 um 00:38 Uhr |
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Im Konzert der Stimmen, die vor den Auswirkungen des globalen Hubbert-Maximums warnen, gibt es jede Menge schräge Töne. Weltuntergangspropheten jeder Art – ob fanatische Hasser der Zivilisation an und für sich, im härenen Büßergewand einhergehende Börsen-Junkies oder die nicht totzukriegende Spezies der düster dräuenden Nostradamus-Jünger – malen allerlei Teufel an die Wand, die unseren Planeten in eine Hieronymus-Bosch-Phantasie verwandeln würden, sobald die Ölförderkurve auf dem absteigenden Ast ist: Hungersnöte, der Zusammenbruch jeder gesellschaftlichen Ordnung, plündernde und brandschatzende Horden auf der Suche nach Treibstoff und Nahrungsmitteln oder, wie es Peak-Oil-Altmeister Colin Campbell so dezent ausdrückte, „Kannibalen in Chicago“. |
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