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Informationen und Meinungen zur Energiekrise
Unterwegs zur Ökosophie PDF Drucken E-Mail
John Michael Greer
Dienstag, 01. September 2009 um 14:36 Uhr

In einem früheren Beitrag (Die Ökologie des sozialen Wandels) habe ich die These aufgestellt, dass die meisten Vorschläge, wie sozialer Wandel zu erreichen wäre, unter dem schweren Mangel leiden, die ökologischen Dimensionen der menschlichen Gesellschaft zu ignorieren. Es ist allerdings beinahe unmöglich, diesen Fehler nicht zu begehen, denn er gründet nicht einfach in bewusst vertretenen Überzeugungen; viele derjenigen, die sich für sozialen Wandel einsetzen, sind ja in ökologischer Hinsicht nicht ungebildet. Es sind vielmehr die solchen Plänen zugrundeliegenden ungeprüften und oftmals unbewussten Vorannahmen, die ihre Befürworter den ökologischen Realitäten gegenüber blind machen – und die Anstrengung, sich den eigenen Vorannahmen zu stellen, wird in der Regel eher selten unternommen.

Einer der Faktoren, die das Ende des Industriezeitalters für viele so schwer begreifbar machen, ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und dem (auch als Szientismus bekannten) Wissenschaftsglauben.

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Das Hubbert-Maximum im Kino PDF Drucken E-Mail
Ölkrise
Freitag, 21. August 2009 um 06:50 Uhr

Ein gründliches Studium von The Long Emergency dürfte dem neuesten Filmprojekt von Regisseur Lars Kraume vorangegangen sein, geht es dabei doch um die Erlebnisse einer deutschen Mittelstandsfamilie in naher Zukunft, deren Alltag durch genau jene Kalamitäten geprägt ist, die uns James Howard Kunstler in seinem Peak-Oil-Klassiker vorhersagt. Kraume auf spielfilm.de:

Die großen Krisen wie der Peak Oil und die daraus resultierenden Ressourcenkriege, der Klimawandel und die folgenden Probleme der Trinkwasserversorgung, die globale Bevölkerungsexplosion und die Verschärfung der sozialen Konflikte, werden unsere Gesellschaft in naher Zukunft in weitaus größere Bedrängnisse bringen, als das Platzen der amerikanischen Immobilienblase. DIE KOMMENDEN TAGE soll den Zuschauer mit der Frage konfrontieren, in welcher Welt wir in Zukunft eigentlich leben wollen.

Wir wollen mal hoffen, dass kein typisch deutscher TV-Movie-Quark draus wird. Und die Latte liegt mit Wolfszeit ja relativ hoch...

 
Dringende Warnung vor dem nächsten Ölschock PDF Drucken E-Mail
Ölkrise
Montag, 03. August 2009 um 07:55 Uhr

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat der Chefökonom der Internationalen Energiebehörde (IEA), Fatih Birol, in einem Interview mit dem britischen Independent vor einer drohenden Unterversorgung mit Öl in den kommenden Jahren gewarnt. In ihrem im Herbst letzten Jahres veröffentlichten World Energy Outlook hatte die IEA erstmals eine unabhängige Einschätzung der Förderraten der 800 größten Ölfelder vorgenommen, die nicht wie in den Jahre zuvor auf den Daten anderer Institutionen wie der US-Geologiebehörde beruhte (wir berichteten). Dabei hatte die IEA ermittelt, dass die meisten der großen Ölfelder ihr Fördermaximum bereits überschritten haben und die bestehenden Felder insgesamt einen jährlichen Förderrückgang von 6,7 % aufweisen, der durch die Förderung aus neuen Ölfeldern aufgewogen werden müsste, um die Fördermenge zu halten oder zu steigern. In früheren Berichten war die IEA noch von einem Förderrückgang von 3,7 % ausgegangen.

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Thüringen geht auf den Energiemarsch PDF Drucken E-Mail
Ölkrise
Montag, 27. Juli 2009 um 18:17 Uhr

Ein Fußweg von den Energien von gestern zu den Ressourcen der Zukunft

Start und Auftakt: Samstag, 8. August 2009 10:00 Uhr, Mühlhausen, Obermarkt
Die Route: Bad Langensalza, Gotha, Erfurt, Weimar
Ziel: Samstag 15. August Jena, Holzmarkt

 

Wir lassen die versiegenden Erdöl- und Erdgasvorkommen des Thüringer Beckens hinter uns und wenden uns Orten zu, an denen sich Alternativen und Lösungen abzeichnen. Als Maskottchen schieben wir eine große quietschende Ölpumpe durch Thüringen. Ein Soldat bewacht die Ölpumpe mit einer Zapfpistole von der Tankstelle.

'Von Thüringer Ölquellen lernen, heißt versiegen lernen ...'

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Die Ökologie des sozialen Wandels PDF Drucken E-Mail
John Michael Greer
Dienstag, 04. August 2009 um 12:45 Uhr

Im letztwöchigen Beitrag für den Archdruid Report bin ich ein wenig von meinem üblichen Themenspektrum abgewichen und habe mich mit dem beschäftigt, was ich die „Pornographie der politischen Angst“ in den USA nenne. Für diese Abweichung hatte ich allerdings meine Gründe: Ich wollte die Aufmerksamkeit auf die reflexhafte Tendenz so vieler Amerikaner richten, eine letztendlich paranoide Mythologie des leibhaftigen Bösen auf den jeweils entgegengesetzten Teil des politischen Spektrums zu projizieren, und auf diese Weise eine Debatte darüber in Gang bringen, wie immens tief der Graben zwischen Erwartungen und Realitäten ist, der jede Initiative zum sozialen Wandel lähmt, hier in Amerika wie anderswo.

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Kein Mensch muss müssen PDF Drucken E-Mail
Ölschock-Blog
Donnerstag, 30. Juli 2009 um 07:42 Uhr

Niemand ist gezwungen, an etwas zu glauben, das ihm wider die Vernunft zu sein scheint. Wir beklagen und bekämpfen den Klimawandel, warum sollte uns das Abnehmen der Erdölvorräte da nicht geradezu fröhlich stimmen? Warum sollten wir "Peak Oil" stattdessen für etwas Gefährliches halten, wie es manche tun, die sich mit Katastrophenszenarien wichtig tun? Halbzeit Erdöl soll mit immer teurerem Treibstoff, letztlich einer Kostenexplosion auf breiter Front einhergehen, sagen manche Experten. Wurden die von der Ölindustrie, dem eigentlichen Nutznießer der Schwarzmalerei, für solche Voraussagen bezahlt? Weniger Erdöl, das arbeitet doch nur "uns" geradezu in die Hände - let it be! Es kann dem Klima und dem Planeten nur gefallen.

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Die Evolution ernst nehmen PDF Drucken E-Mail
John Michael Greer
Montag, 27. Juli 2009 um 10:06 Uhr

Einst im Jahr 1904 stellte der Soziologe Max Weber die Hypothese auf, dass die Moderne von einer „Entzauberung der Welt“ durchwirkt sei, d. h. von einem Prozess, in dem traditionelle mythische Vorstellungen, die der menschlichen Existenz Bedeutung verliehen hatten, immer weiter durch die entfremdende und entseelende Weltanschauung der materialistischen Wissenschaft ersetzt würden. Webers These enthält einiges an Wahrheit, aber ich bin mir nicht sicher, ob er die unvermeidliche Gegenreaktion vorausahnte: das Dehnen oder Zurechtstutzen von wissenschaftlichen Ideen, um sie in das Prokrustesbett des Alltagsdenkens zu zwängen – wobei viele von ihnen wiederum zu Mythen wurden.

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