Start Nachhaltig leben
Nachhaltig leben


Suffizienz - Wie viel ist dir genug? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Norbert   
Freitag, 18. September 2009 um 12:34 Uhr

Zu Fragen der Energieversorgung, die sich im "ominösen Punkt Peak Oil" bündeln, gibt es unterschiedliche Sichten. Die pessimistische Sicht meint, mit dem Erreichen des Erdölförderhöhepunktes ist die Zivilisation dem Untergang geweiht und chaotische Zustände sind wahrscheinlich. Die optimistische Sicht ist oft verbunden mit Technikverliebtheit und Fortschrittsoptimismus und besagt, die Menschheit fände in ihrer Kreativität schon die richtige technische Antwort: Neue Energiequellen, neue Maschinen, und vor allem: neue Technologien.

Beide Sichtweise sind Pole, die sich kaum vereinbar gegenüberstehen. Für die meisten Menschen stellen diese Pole Hürden dar, die schwer zu überwinden sind: Die wenigsten von uns sind Techniker, die sich der Forschung zugunsten neuer Technologien widmen können, und vermutlich noch weniger Menschen wollen sich passiv in eine bürgerkriegsähnliche Situation verwickeln lassen. Beide Ansätze bieten also nicht unbedingt Handlungsoptionen für die Vielzahl von Menschen, die von der Energiefrage zweifellos betroffen sind. Wir brauchen deshalb neue Sichten! Sichten, die jedem Einzelnen Handlungsmöglichkeiten geben, die uns aus unserer Passivität befreien und die unsere eigenen Fähigkeiten einsetzbar machen.

Suffizienz. Möglicherweise bietet dieses Wort einen Weg. Es entstammt dem Lateinischen und läßt sich am ehesten mit "Genügsamkeit" übersetzen: Wie viel ist "genug"?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 18. September 2009 um 12:47 Uhr
Weiterlesen...
 
Transition Towns – frischer Wind für die Nachhaltigkeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 19. Juli 2008 um 15:44 Uhr

Ich schreibe diese Zeilen im Frühjahr 2008. Der Rohölpreis erklimmt täglich neue historische Höchststände, Kupferdiebstahl ist zum Massendelikt geworden, und beim Klimawandel streiten sich die Wissenschaftler hauptsächlich darüber, ob nur die weltweiten Fischbestände zusammenbrechen oder gleich ganz Europa zur Wüste wird und die Überlebenden der Katastrophe nördlich des Polarkreises neue Siedlungsgründe finden werden. Die Aussichten sind, gelinde gesagt, nicht erfreulich.

Angesichts zunehmender Rohstofferschöpfung und drohender Klimakapriolen kann man den Zustand der 1992 in Rio initiierten weltweiten Bewegung für eine nachhaltige Entwicklung nur als Katastrophe bezeichnen. Die „Lokale Agenda 21“-Initiativen dümpeln vor sich hin oder sind bereits sanft entschlafen, der ganze Komplex aus UNO-Konferenzen, wohlklingenden Absichtserklärungen von Regierungen oder Verwaltungsbehörden und gutgemeinten Vor-Ort-Aktionen hat sich als mehr oder weniger wirkungslos erwiesen. Gegenwärtig wird nicht am berühmten „Umbau der Industriegesellschaft“ gearbeitet, sondern an Plänen für neue Kohle- oder Kernkraftwerke, und der bereits eingetretene Mangel an Erdöl soll dadurch behoben werden, dass man im Norden Kanadas mit enormen Folgeschäden für Mensch und Natur Ölsande zu Treibstoff verarbeitet. Die Wachstumsideologie herrscht so unangefochten wie eh und je.

In dieser Situation tut es gut, frischen Wind zu spüren, der aus Großbritannien kommt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 19. Juli 2008 um 21:02 Uhr
Weiterlesen...